eCommercePlayer
Zurück zum Blog
Seller Tips6 Min. Lesezeit

Produktvideos mit dem Smartphone aufnehmen

Chris Montgomery

Dein Smartphone reicht völlig aus

Smartphone on a tripod filming a tabletop product with ring light glow

Stabilisierung: Schluss mit wackligen Aufnahmen

Nichts lässt ein Produktvideo schneller amateurhaft wirken als wacklige Aufnahmen. Käufer versuchen, dein Produkt zu inspizieren. Wenn die Kamera wackelt, können sie die Details nicht erkennen – und sie klicken weg.

Die einfachste Lösung kostet nichts: Lehne dein Smartphone gegen etwas Stabiles. Einen Bücherstapel, eine Kaffeetasse, eine Schachtel. Stütze das Handy im richtigen Winkel ab und lass es einfach stehen. Das funktioniert überraschend gut für statische Aufnahmen, bei denen du das Produkt vor der Kamera drehst.

Wenn du regelmäßig Produktvideos aufnimmst, investiere 15–25 Euro in eine Smartphone-Stativhalterung. Es gibt Dutzende davon auf Amazon.de. Nimm eine mit flexiblen Beinen, damit du sie in verschiedenen Winkeln positionieren kannst. Ein kleines Tischstativ ist ideal für Produktvideos, da dein Objekt meistens auf einem Tisch oder Schreibtisch steht.

Noch ein Tipp: Wenn du das Handy in der Hand hältst, drücke die Ellbogen an deinen Körper. Das macht deinen Körper zum Stabilisator. Bewege dich langsam und gezielt. Schnelle Schwenks und ruckartige Bewegungen sind der Feind guter Produktvideos.

Beleuchtung: Der entscheidende Unterschied

Vertical checklist of five filming-setup tiles

Bildausschnitt und Ausrichtung

Nimm immer im Querformat auf. Drehe dein Handy seitwärts. Die meisten Produktvideo-Player, Angebotsseiten und eingebetteten Player zeigen Videos im Breitbildformat an. Hochformatige Videos hinterlassen große schwarze Balken an den Seiten und verschwenden Bildschirmfläche.

Fülle den Bildausschnitt mit deinem Produkt. Käufer haben auf dein Angebot geklickt, weil sie den Artikel sehen wollen – nicht deinen Schreibtisch, deine Wand oder die Katze im Hintergrund. Geh nah genug heran, damit das Produkt den größten Teil des Bildes einnimmt. Bei kleinen Artikeln wie Schmuck oder Elektronik musst du möglicherweise bis auf 30 Zentimeter ans Produkt herangehen.

Lass etwas Luft um die Ränder. Du willst das Produkt nicht bis an den Bildrand quetschen. Ein schmaler Hintergrundstreifen auf allen Seiten wirkt bewusst gestaltet und professionell.

Wenn du ein großes Produkt zeigst, beginne mit einer Übersichtsaufnahme, um Größe und Kontext zu vermitteln, und gehe dann für Nahaufnahmen wichtiger Details näher ran. Bei einer Gitarre zeigst du zuerst das gesamte Instrument, dann zoomst du auf das Griffbrett, den Korpuslack und eventuelle Gebrauchsspuren.

Hintergrund: Sauber halten

Ein unaufgeräumter Hintergrund lässt dein Produktvideo unprofessionell wirken und lenkt Käufer vom Artikel ab. Du brauchst kein Fotostudio. Du brauchst eine saubere Fläche und einen schlichten Hintergrund.

Ein weißer Karton aus dem Schreibwarengeschäft oder einem Discounter ist perfekt. Lehne ihn an die Wand hinter deinem Produkt und lege das untere Ende flach unter das Produkt, um einen nahtlosen, geschwungenen Hintergrund zu schaffen. Das ist dieselbe Technik, die professionelle Produktfotografen verwenden – nur ohne das teure Equipment.

Eine saubere Küchenarbeitsplatte, eine einfarbige Tischdecke oder ein großes Blatt Papier funktionieren genauso. Das Ziel ist, visuelles Chaos zu entfernen, damit der Blick des Käufers direkt auf das Produkt geht.

Bei größeren Artikeln, die nicht auf einen Tisch passen, suche dir einen Platz mit einer schlichten Wand dahinter. Räume alles Ablenkende aus dem Bildausschnitt. Käufer bemerken einen unordentlichen Hintergrund, auch wenn sie nicht bewusst darüber nachdenken. Er beeinflusst ihre Wahrnehmung davon, wie sorgfältig du mit den Artikeln umgehst, die du verkaufst.

Länge, Bearbeitung und Veröffentlichung

Halte dein Produktvideo zwischen 30 und 90 Sekunden. Käufer stöbern. Sie schauen keinen Dokumentarfilm über dein Vintage-Radio. Zeige die wichtigsten Details, demonstriere die Funktion, hebe den Zustand hervor – und dann ist es gut.

Wenn du viel zu zeigen hast, erstelle mehrere kurze Clips statt eines langen Videos. eCommercePlayer unterstützt Playlist-Player, sodass du zusammengehörige Clips gruppieren kannst. Ein Käufer kann sich die für ihn relevanten ansehen und den Rest überspringen.

Für die Bearbeitung hat dein Smartphone alles bereits eingebaut. Sowohl iPhone als auch Android bieten native Video-Editoren, mit denen du Anfang und Ende eines Clips kürzen kannst. Das ist in der Regel alles, was ein Produktvideo braucht. Schneide den Teil weg, wo du nach der Aufnahmetaste greifst, und den, wo du sie wieder drückst. Fertig.

Du brauchst keine Übergänge, Titelkarten, Musik oder Spezialeffekte. Diese schaden einem Produktvideo sogar, weil sie das Tempo verlangsamen und eher nach Marketing klingen als nach ehrlicher Produktinformation. Käufer wollen das Produkt sehen, keine Hochglanzproduktion.

Sobald dein Clip fertig geschnitten ist, lade ihn bei eCommercePlayer hoch, erstelle einen Player und kopiere den Einbettungscode. Für eBay.de-Angebote verwende die Bildlink-Methode, da eBay iFrames blockiert. Für Shopify oder deine eigene Website nutze den Standard-Einbettungscode. Der gesamte Prozess – vom Filmen bis zum veröffentlichten Angebot – dauert etwa fünf Minuten, sobald du es ein paarmal gemacht hast.

Verwandte Artikel

Bereit, Medien zu Ihren Angeboten hinzuzufügen?

Erstellen Sie Ihr kostenloses Konto in weniger als einer Minute. Keine Kreditkarte erforderlich.